„Lernen nach Lernpausen“ - 

Zur Erschließung von brach liegenden Weiterbildungspotenzialen in Unternehmen

Mit dem Projekt „Lernen nach Lernpausen“ widmet sich die IHK-Akademie Koblenz, in Kooperation mit dem Institut für Pädagogik der Universität in Koblenz den Umständen in Betrieben und regionalen Weiterbildungseinrichtungen, die eine Weiterbildungsteilnahme verhindern. Wenn „Weiterbildungsbarrieren“ bestehen, dann bremst dies nicht nur die Innovationskraft eines Unternehmens, sondern es besteht die Gefahr, dass Unternehmen auf lange Sicht auch die Wettbewerbsfähigkeit einbüßen. Gerade klein- und mittelständische Unternehmen müssen eine hohe Weiterbildungsbeteiligung ihrer Mitarbeiter sicherstellen, um dem rasanten Wissensfortschritt begegnen zu können. Die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung wird dabei nicht von jedem Mitarbeiter als positives Ereignis innerhalb der eigenen Berufsbiographie beurteilt. Aus subjektiver Sicht können negative Lernerfahrungen oder längere Lernpausen Gründe für Lernangst bzw. die Angst vor Misserfolg sein. Ebenso ist es möglich, dass objektive Weiterbildungsbarrieren durch die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Weiterbildungsbedarf eines Unternehmens und dem (bekannten) Angebot der Weiterbildungsanbieter bestehen.

Im Rahmen des Projektansatzes wird das Thema der „Weiterbildungsbarrieren“ aus einer multiperspektiven Sicht in der Praxis untersucht. Während sich die bisherige wissenschaftliche Literatur zum Thema „Weiterbildungsbarrieren“ vor allem auf die einzelne Person konzentriert, stellt dieser Projektansatz, in diesem Umfang ein Novum dar.

Das Praxisfeld besteht aus Erfahrungsberichten von Personalverantwortlichen und verschiedener  Perspektiven ausgewählter Weiterbildungsträger in der Region, mit besonderem Blick auf Zielgruppen und Aspekte der Weiterbildungsplanung, vor dem Horizont der Erreichung bildungsferner Personen. In Interviews mit Personalverantwortlichen aus verschiedenen Branchen geht es u. a. um die Fragen, wie das Thema Weiterbildung in Unternehmen kommuniziert wird , wann sich berufliche Weiterbildung für Unternehmen lohnen oder ob sich Unternehmen über die Weiterbildungsmöglichkeiten ausreichend informiert fühlen.

Der zweite Projektteil zeichnet sich durch seine umfangreiche Informationsanalyse bei der IHK-Akademie Koblenz e. V. und dem Gastronomischen Bildungszentrum Koblenz e. V. aus. Zentrale Fragen die dabei geklärt werden sollen, sind u. a. wie die spezielle Zielgruppe „bildungsferne Personen“ erreicht wird oder welcher Zusammenhang zwischen dem Thema „Bildungsferne“ und Programmplanung, Marketing, Angebotsstruktur, Vermittlungsformen, Lerninhalten sowie Support erkennbar ist.

Mit dieser Perspektivverschränkung von Unternehmen und Anbieter wird das Thema der „Weiterbildungsbarrieren“ auf eine bisher noch nicht in der Wissenschaft vorhandene Art und Weise untersucht.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse steht hier zum Download bereit.


Für weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Ansprechpartner in der IHK-Akademie Koblenz e. V.: 
Thorsten Korn, 0261 30471-33, korn@ihk-akademie-koblenz.de

Ansprechpartner an der Universität Koblenz-Landau:
Andreas Auwärter, 0261 2871877, dkauwaer@uni-koblenz.de